13/02/2020

Kurzfristanalyse aus dem aktuellen Gebert-Brief von Montag, 10.02.2020

Ich hatte ja in der vorletzten Kurzfristanalyse vermutet, dass wir am Freitag, dem 31. Januar, den Tiefpunkt beim DAX sehen könnten. Die tiefere Eröffnung am Donnerstag, dem 30. Januar, und die große rote Kerze am Freitag (a) deuteten dann an, dass die Wende tatsächlich vor der Tür stand. Ich habe dann am Freitag bei Börsenschluss ein Faktor-Zertifikat auf steigende DAX-Notierungen gekauft. Das war nicht leicht. Die Coronavirus- Krise spitzte sich immer weiter zu. „Was ist, wenn sich die Lage jetzt am Wochenende verschlimmert? Ich stecke übers Wochenende in der Position fest und komme nicht raus.“ Es hat wirklich Überwindung gekostet. Alles sprach dagegen, gerade bei der beginnenden möglichen Pandemie zu kaufen. Genau am Freitag häuften sich die Nachrichten, dass sich die Lage stetig verschlimmere. Am Abend unserer Zeit fiel die New Yorker Börse noch einmal deutlich zurück und die nachbörslichen Notierungen für den DAX lagen tief unter Wasser. Ich habe nachts wach gelegen. Spaß macht das nicht.


Beunruhigende Nachrichten am Wochenende

Am Samstagfrüh tauchten dann vereinzelt Kurse des DAX von etwas über 12.800 Punkten auf. Irgendwo wird immer gehandelt. Die New York Times und eine deutsche Zeitung berichteten dann noch, dass die Zahl der Infizierten wohl nicht bei 10.000, sondern eher bei 100.000 liegen würde. Am Montagmorgen eröffnete der DAX gar nicht so schwach, sondern etwas höher bei etwas über 13.000 Punkten. Das wunderte mich, da sich doch die Lage an der Krankheitsfront deutlich verschlechtert hatte. Am Dienstag (b) eröffnete der DAX beinahe 100 Punkte über dem Schluss von Montag. Das war nach meiner Analysemethode eine Bestätigung der nach Freitag stattgefundenen Wende. Ein großes Fenster in eine neu eingeschlagene Richtung verspricht eine weitere Entwicklung in diese Richtung. Am Mittwoch gewann der DAX dann über 200 Punkte dazu. Eigentlich seltsam. Bei der Nachrichtenlage und der vorsichtigen Einschätzung aller Kommentatoren war das eine merkwürdige Entwicklung. Mit meiner Analysemethode konnte man jedoch genau diese Entwicklung vermuten. Am Donnerstag (c) kam es erneut zu einer beinahe 100 Punkte höheren Eröffnung.


Pause in der Aufwärtsbewegung

Ein großes Fenster in eine Richtung, in die der DAX schon einige Tage läuft, ist dagegen als Warnhinweis zu sehen. Diese Konstellation kann eine mögliche Wende nach unten oder eine Pause im Aufwärtstrend signalisieren. Dazu ist der Zeittakt zurate zu ziehen. Der letzte Tiefpunkt ist noch keine 15 Tage her. Deshalb gehe ich davon aus, dass dieses große Fenster am Donnerstag der Hinweis für einige schwächere Tage oder Tage der Seitwärtsbewegung sein könnte. Ich vermute also, dass wir danach ab Mitte dieser Woche noch ein paar freundliche Tage haben könnten. Der große Kursgewinn von 600 Punkten, einem durchschnittlichen Jahresgewinn des DAX, fand allerdings schon statt, von Freitag Schluss bis Donnerstag Eröffnung. Ich habe am Donnerstag zur Eröffnung das Zertifikat wieder verkauft – wegen des großen Fensters in die Richtung, in die der DAX schon einige Tage gelaufen war. In diesen vier Börsentagen hat der DAX beinahe fünf Prozent gewonnen, das Hebel-Zertifikat entsprechend mehr. Das war nervenaufreibend, ist aber genau der Punkt, den ich in meinem Buch ausführlich beschreibe. An der Börse werde ich nur für die Risikoübernahme bezahlt, für sonst nichts. Wenn ich immer nur dem Risiko aus dem Weg gehe und erst wieder kaufe, wenn die Luft rein ist, ergibt sich auf Dauer kein Gewinn. Die letzten zehn Jahre an der Börse sind eine einzige Abfolge dieses Musters. Ich muss, um Gewinn an der Börse zu erzielen, wie eine Versicherung anderen das Risiko abnehmen. Ich trage das Risiko, dafür werde ich von der Börse bezahlt. Und es ist ein echtes Risiko, kein vermeintliches, das ich eingehen muss. Es hätte ja genauso schiefgehen können. Am Freitag sah es absolut so aus, dass sich an dem Wochenende irgendetwas Dramatisches ereignen würde und der DAX in der folgenden Woche in den Orkus stürzen würde.


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