29/10/2020

Die Kurzfristanalyse aus Aktionär TV vom 27.10.2020

Die Kurzfristanalyse aus Aktionär TV vom 27.10.2020

Die beiden letzten Gipfel (a) und (b) lagen 28 Börsentage auseinander. Das ist so etwa die Zeitspanne, in der häufig ähnliche emotionale Ereignisse auftreten. Nicht immer, deshalb ist ein zweites Kriterium zur Gipfelidentifizierung notwendig: der Überoptimismus.

Er lässt sich vor dem Auftreten eines Gipfels an sich aufsteilenden Kurse erkennen. Der Kursverlauf wird nach oben gebogen, die zweite Ableitung wird positiv. Eine große weiße - oder grüne je nach Darstellung - Kerze und oder ein großes Fenster, also eine große Lücke im Kursverlauf, treten dabei in der Regel auf.

Das große Fenster mit der großen weißen Kerze am 12. Oktober, 28 Tage nach dem letzten Gipfel, legte also nahe, dass wir uns an diesem Tag unmittelbar vor einem Gipfel mit einem sich anschließenden Richtungswechsel befanden. Die Aufwärtsbewegung zu diesem letzten Gipfel (a) verlief nach dem typischen Muster: eine drei- bis viertägige Aufwärtsbewegung (c), eine mehrtägige Seitwärtsbewegung und ein erneuter drei- bis viertägiger Anstieg zum Gipfel hin (d).

Umgekehrt verlief übrigens die Abwärtsbewegung nach dem Gipfel (b). Zunächst ein drei bis viertägiger Schub nach unten (e), eine mehrtägige Seitwärtsbewegung und erneuter drei bis viertägiger Schub in den Keller.

Nun zur aktuellen Situation: Nach dem letzten Gipfel (a) fand bereits ein erster drei- bis viertägiger Schub nach unten und eine mehrtägige Seitwärtsbewegung statt. Ein erneuter Schub nach unten in dieser Woche scheint daher möglich, bevor in der nächsten Woche die Kurse nach oben für eine mehrwöchige Aufwärtsbewegung drehen könnten.

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